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FIDES GAMMA Insolvenzverwaltung & Treuhand · Berlin
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Leistung I · Fortführung

Betriebsfortführung im Verfahren.

Ein Betrieb, der weiterläuft, ist mehr wert als seine Einzelteile. Fortführung ist deshalb keine Sentimentalität, sondern Massemehrung — sie muss sich aber Woche für Woche rechnen.

Fides Gamma GmbH — Insolvenzverwaltung · Sanierung · Treuhand Berlin · Bundesweit tätig
Auf einen Blick
§ 113 InsOKündigungsfrist max. 3 Monate
3 MonateLöhne über Insolvenzgeld
13 WochenRollierender Liquiditätsplan
≈ 6 WochenBis zum Berichtstermin
Wirtschaftlichkeit

Die Rechnung hinter der Entscheidung

Vor jeder Fortführung steht eine Liquiditätsplanung auf Wochenbasis: Welche Einzahlungen sind realistisch, welche Auszahlungen unvermeidbar, wie lange trägt der vorhandene Bestand? Fortgeführt wird nur, solange die Fortführung die Masse nicht schmälert. Andernfalls ist die geordnete Stilllegung die pflichtgemäße Entscheidung — auch wenn sie unpopulär ist.

Die Rechnung ist in der Insolvenz anders als im normalen Geschäftsbetrieb — drei Entlastungen wirken sofort:

  • Alte Verbindlichkeiten sind eingefroren
  • Löhne sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gedeckt
  • Laufende Verträge können nach § 103 InsO abgewählt werden

Viele Betriebe sind operativ profitabel, sobald die Altlast ruht.

Laufende Fertigung in einer Werkhalle während der Betriebsfortführung
Laufender Betrieb — gerechnet wird Woche für Woche
Belegschaft

Menschen zuerst

Ohne Belegschaft keine Fortführung. Wir informieren früh und offen — über Insolvenzgeld, über die verkürzte Kündigungsfrist von drei Monaten nach § 113 InsO und über den Stand der Investorensuche.

Halbwahrheiten sprechen sich in einem Betrieb in Stunden herum und kosten mehr, als sie ersparen.“

Interessenausgleich & Sozialplan

Mit Betriebsrat und Gewerkschaften wird verhandelt, wo ein Interessenausgleich oder Sozialplan nötig ist.

§§ 121–123 InsO

Beschlussverfahren

Bei größeren Personalmaßnahmen möglich — stellt Rechtssicherheit schneller her als arbeitsgerichtliche Einzelverfahren.

§ 126 InsO
Liquidität der ersten Monate

Die Brücke bis zur Entscheidung

1
InsolvenzgeldMonat 1–3

Die Bundesagentur sichert die Nettolöhne; die Vorfinanzierung über eine Bank ist üblich.

2
Umstellung des Einkaufssofort

Lieferanten werden auf Vorkasse und gesicherte Zahlwege umgestellt.

3
Fortführung aus der Masseab Eröffnung

Neue Verbindlichkeiten sind Masseverbindlichkeiten (§ 55 InsO) und werden voll bedient.

4
Berichtsterminca. 6 Wochen nach Eröffnung

Die Gläubigerversammlung entscheidet: Fortführung, Sanierung oder Stilllegung (§ 157 InsO).

Vertragspartner

Lieferanten und Kunden halten

Lieferanten liefern nach Verfahrenseröffnung nur gegen Vorkasse oder gesicherte Zusage — das ist verständlich und planbar. Wir sprechen die wichtigsten Partner persönlich an, klären Eigentumsvorbehalte und vereinbaren Konditionen für die Fortführungsphase. Kunden brauchen die Zusage, dass Aufträge und Gewährleistung bedient werden.

  • Wahlrecht nach § 103 InsO: Erfüllung verlangen oder Erfüllung ablehnen
  • Neue Verbindlichkeiten sind Masseverbindlichkeiten und werden vorrangig bedient
  • Eigentumsvorbehalte und Sicherungsrechte werden vor Weiterverarbeitung geklärt
  • Rahmenverträge, Lizenzen und Versicherungen werden auf Fortführungstauglichkeit geprüft
§ 103 InsO · Wahlrecht§ 55 InsO · Masseverbindlichkeiten
Perspektive

Fortführung als Brücke zum Verkauf

In vielen Verfahren ist die Fortführung kein Selbstzweck, sondern die Brücke zur übertragenden Sanierung: Nur ein laufender Betrieb mit Belegschaft, Kunden und Aufträgen lässt sich verkaufen. Ein stillgelegter Betrieb ist Schrottwert. Deshalb beginnt die Investorenansprache parallel zur Fortführung, nicht danach.

Gebundene Aktenbündel auf dem Konferenztisch der Kanzlei
Dokumentation für Gläubiger und Erwerber
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Erste Woche

Was in den ersten sieben Tagen passiert

Fünf Schritte stehen am Anfang jeder Fortführung — sie liefern die Zahlen, das Vertrauen und die Partner, ohne die kein Betrieb weiterläuft.

01

Bestandsaufnahme

Kassen, Konten, Lager, Auftragsbuch und Personal werden erfasst. Ohne Zahlen keine Entscheidung.

02

Liquiditätsplan

Rollierende Planung über 13 Wochen. Sie ist die Grundlage jeder Fortführungsentscheidung.

03

Belegschaftsversammlung

Information über Insolvenzgeld, Fristen und Perspektive — persönlich, nicht per Aushang.

04

Lieferantengespräche

Die kritischen Zulieferer zuerst. Konditionen werden schriftlich fixiert.

05

Investorenansprache

Parallel, nicht später. Ein laufender Betrieb hat einen Marktwert, ein stillgelegter kaum.

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